Der Pelletspreis 2022

Die Pelletspreise sind seit Ende 2021 merklich gestiegen, liegen aber noch immer deutlich unter denen für fossile Brennstoffe wie Gas oder Öl. Warum sind die Preise gestiegen und wie sieht die Perspektive für 2022 aus? Martin Eger, aus der Unternehmensentwicklung von Dorr-Biomassehof, erklärt die aktuelle Entwicklung:

„Grund für die gestiegenen Pelletspreise sind zwei Faktoren. Einerseits gab es in der Forstwirtschaft – auch bei uns im Allgäu – viele Schäden durch natürliche Einflüsse wie Stürme oder Schädlingsbefall. Das hat unter anderem wie eine Bremse auf die Forstwirtschaft gewirkt. Andererseits hatte sich ein Großteil der deutschen Sägewerke auf den Export in die USA spezialisiert, der im vergangenen Jahr stark eingebrochen ist.

Martin Eger; Unternehmensentwicklung

Aktuell gute Versorgungslage

Das hat sich auf unsere Pelletsproduktion ausgewirkt, weil bei rückläufigem Betrieb in den Sägewerken weniger Späne und Hackschnitzel anfallen. Diese Rohstoffe benötigen wir für die Produktion unserer Pellets“, so Eger und ergänzt: „Das war ein branchenübergreifendes Problem zum ungünstigsten Zeitpunkt, weil zum Start in den Winter die Nachfrage am höchsten ist. Deshalb waren auch wir nur bedingt lieferfähig. Aktuell erholt sich die Sägeindustrie und Späne sind wieder ausreichend vorhanden. Zwar zu höheren Preisen, aber die Versorgung läuft sehr gut.“

 

Sägespanhaufen Dorr-Biomassehof

Preise schwanken saisonal

Der Pelletspreis unterliegt jährlichen Schwankungen. In der Heizperiode ziehen sie an und im Sommer sinken sie. Allerdings haben die saisonalen Preisunterschiede in den letzten Jahren abgenommen. „Für dieses Jahr erwarten wir einen Preisrückgang in den Sommermonaten. Der wird aber vermutlich geringer ausfallen als in den letzten Jahren, weil die Rohstoffpreise in diesem Jahr auf einem sehr hohen Niveau liegen“, sagt Martin Eger.

Reelle Preise für höchste Qualität

Die Preise für Pellets sind – neben dem Rohstoff Holz – auch von Kosten für Logistik und Produktionsenergie abhängig. Welchen Einfluss das auf unseren Pelletspreis hat, erklärt Martin Eger so: „Wir geben bei Dorr-Biomassehof unser Bestes, um steigende Kosten nicht direkt an unsere Kunden weiterzugeben. Wir arbeiten immer an Lösungen, um unseren Abnehmern entgegenzukommen. Zum Beispiel über ausgeklügelte Logistiksysteme wie unsere Energiemitfahrzentrale. Zu unserer Geschäftsphilosophie gehört aber auch, dass wir keine Dumpingpreise anbieten, sondern mit reellen Preisen für eine überdurchschnittlich Pelletsqualität garantieren.“